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Kaschierstoffe und Schaumstoff-Rollenwaren übernehmen im Polster- und Innenausbau eine andere Aufgabe als klassische Polsterschäume. Sie dienen nicht als tragender Polsterkern, sondern als funktionale Zwischenlage, um Oberflächen aufzuwerten, Unebenheiten auszugleichen oder Verkleidungen sauber aufzubauen.

Typische Einsatzbereiche finden sich in der Polsterei, im Fahrzeug- und Caravan-Ausbau, im Möbelbau sowie bei Wand- und Innenverkleidungen. Je nach Materialaufbau können Rollenwaren als Unterlage, Kaschierung oder formstabile Zwischenschicht eingesetzt werden und tragen dazu bei, ein gleichmäßiges Oberflächenbild und eine hochwertige Verarbeitung zu erzielen.

Ob dünner Kaschierstoff für Verkleidungsarbeiten oder stärkere Schaumstoff-Rollenware zum Ausgleich von Untergründen – die Wahl des passenden Materials richtet sich immer nach Aufbau, Bezugsmaterial und gewünschtem Endergebnis.

Rollenwaren & Meterware
Formstabile Schaumstoff-Rollenware RG 45/70 für Kaschierungen, Unterlagen und flächige Dämpfungsanwendungen. 4 mm Rollenware im Format 100 × 30 m.
Preis auf Anfrage
Klettfähiger Kaschierstoff mit 2 mm Schaumkaschierung zur sauberen Verkleidung von Innenflächen. Gleichen Unebenheiten aus, verbessert die Optik und lässt sich einfach verarbeiten und verkleben.
Preis auf Anfrage
ATSS Kaschierstoff mit 8 mm Schaumträger zur Verkleidung und zum Ausgleich von Unebenheiten. Sorgt für eine gleichmäßige, weichere Oberfläche und ermöglicht durch die Veloursseite eine klettfähige Nutzung.
Preis auf Anfrage

Kaschieren, Unterfüttern oder Egalisieren -
unterschiedliche Aufgaben, unterschiedliche Materialien

Nicht jede Zwischenlage erfüllt dieselbe Funktion. Während bei einigen Anwendungen vor allem ein gleichmäßiges Oberflächenbild im Vordergrund steht, dienen andere Materialien dazu, leichte Unebenheiten auszugleichen, Verkleidungen weicher wirken zu lassen oder bestimmte Materialübergänge optisch zu entschärfen.

Bereits kleine Unterschiede in Materialstärke, Dichte oder Aufbau können das spätere Ergebnis sichtbar beeinflussen. Deshalb richtet sich die Materialauswahl nicht allein nach dem Bezugsmaterial, sondern vor allem nach der Aufgabe, die innerhalb des jeweiligen Aufbaus erfüllt werden soll.

Ob kaschierte Verkleidung, gepolsterte Innenfläche oder vorbereiteter Untergrund für weitere Verarbeitungsschritte – erst das Zusammenspiel aus Trägermaterial, Zwischenlage und Oberfläche entscheidet über Optik, Haptik und Verarbeitbarkeit des fertigen Bauteils.

Kaschieren für ein gleichmäßiges Oberflächenbild

Bereits kleine Unebenheiten im Untergrund können sich später sichtbar durch Bezugsstoffe, Kunstleder oder andere Verkleidungsmaterialien abzeichnen. Besonders bei großflächigen Verkleidungen wirken sich Materialstöße, Kanten, Vertiefungen oder unterschiedliche Untergrundstrukturen unmittelbar auf das fertige Erscheinungsbild aus.

Kaschiermaterialien schaffen hier eine zusätzliche Zwischenschicht zwischen Untergrund und Oberfläche. Sie helfen dabei, kleinere Unregelmäßigkeiten auszugleichen und sorgen für einen gleichmäßigeren Aufbau, bevor der eigentliche Bezug verarbeitet wird. Dadurch lassen sich Oberflächen ruhiger gestalten und optisch störende Übergänge reduzieren.

Neben dem optischen Effekt beeinflusst die Kaschierung häufig auch die Haptik einer Verkleidung. Je nach Materialaufbau kann eine Oberfläche weicher, hochwertiger oder gleichmäßiger wirken, ohne dass der konstruktive Aufbau verändert werden muss.

Gerade im Fahrzeug- und Caravan-Ausbau, bei Wandverkleidungen sowie im Möbel- und Innenausbau gehört die Kaschierung deshalb zu den grundlegenden Arbeitsschritten, wenn hochwertige Oberflächenbilder und saubere Verkleidungsergebnisse erzielt werden sollen.

Unterfüttern für mehr Volumen und eine weichere Haptik

Nicht jede Verkleidung soll straff und direkt auf dem Untergrund aufliegen. In vielen Anwendungen wird bewusst eine zusätzliche Materialschicht eingesetzt, um Oberflächen mehr Volumen zu verleihen und die Haptik spürbar zu verändern. Dieser Aufbau wird häufig als Unterfütterung genutzt und beeinflusst sowohl die optische Wirkung als auch das Griffgefühl einer Verkleidung.

Bereits geringe Materialstärken können dazu beitragen, dass Bezugsstoffe oder Kunstleder weicher wirken und Konturen weniger hart hervortreten. Gleichzeitig entsteht häufig ein hochwertigerer Oberflächeneindruck, da der Bezug nicht unmittelbar auf dem Trägermaterial aufliegt.

Je nach gewünschtem Ergebnis kommen unterschiedliche Materialstärken und Aufbauten zum Einsatz. Während dünnere Materialien vor allem eine leichte Unterpolsterung erzeugen, können stärkere Rollenwaren zusätzliche Volumeneffekte schaffen und die Oberflächenwirkung gezielt beeinflussen.

Unterfütterte Aufbauten finden sich deshalb in zahlreichen Bereichen des Fahrzeug- und Caravan-Ausbaus, bei Möbelverkleidungen, Wandpaneelen sowie in der Polsterei, wenn Oberflächen nicht nur funktional, sondern auch optisch und haptisch aufgewertet werden sollen.

Unebenheiten und Materialübergänge gezielt ausgleichen

Im Verkleidungsaufbau treffen häufig unterschiedliche Materialien, Bauteile oder Konstruktionselemente aufeinander. Ohne geeignete Zwischenlagen können sich Kanten, Übergänge oder kleinere Unebenheiten später deutlich im Oberflächenbild abzeichnen und die Wirkung einer Verkleidung beeinträchtigen.

Rollenwaren und Kaschiermaterialien werden deshalb häufig eingesetzt, um solche Unterschiede auszugleichen und einen gleichmäßigeren Aufbau zu schaffen. Sie helfen dabei, Materialwechsel zu entschärfen, kleinere Vertiefungen zu überbrücken und die Grundlage für eine saubere Weiterverarbeitung zu schaffen.

Gerade bei großflächigen Verkleidungen, komplexen Konturen oder unterschiedlichen Untergründen trägt die richtige Zwischenlage wesentlich dazu bei, dass sich Bezugsstoffe und Kunstleder gleichmäßig verarbeiten lassen. Gleichzeitig kann der Arbeitsaufwand bei der Vorbereitung des Untergrunds reduziert werden, da kleinere Unregelmäßigkeiten innerhalb des Aufbaus ausgeglichen werden können.

Die Funktion solcher Materialien liegt deshalb nicht allein in ihrer Materialstärke, sondern vor allem darin, einen kontrollierten und gleichmäßigen Übergang zwischen Untergrund und späterer Oberfläche zu schaffen.

Warum Rollenware in vielen Verkleidungsarbeiten Vorteile bietet

Im Gegensatz zu Plattenmaterialien lassen sich Rollenwaren besonders effizient auf größeren Flächen verarbeiten. Durch die kontinuierliche Materialbahn können Verkleidungen häufig mit weniger Stoßstellen und Übergängen aufgebaut werden, was sowohl die Verarbeitung als auch das spätere Oberflächenbild positiv beeinflussen kann.

Gerade bei Wandverkleidungen, Fahrzeugseiten, Dachhimmeln, Caravan-Innenausbauten oder anderen großflächigen Anwendungen spielt dieser Vorteil eine wichtige Rolle. Das Material kann direkt von der Rolle auf das benötigte Maß zugeschnitten werden und ermöglicht dadurch eine flexible Anpassung an unterschiedliche Geometrien und Bauteilgrößen.

Ein weiterer Vorteil liegt in der gleichmäßigen Materialstruktur über die gesamte Länge der Rolle. Dadurch lassen sich größere Bereiche häufig ohne Unterbrechungen aufbauen, was insbesondere bei sichtbaren Verkleidungen und anspruchsvollen Oberflächen von Bedeutung ist.

Welche Rollenware letztlich die richtige Wahl ist, hängt jedoch immer von der jeweiligen Aufgabe innerhalb des Aufbaus ab. Entscheidend ist nicht die Lieferform allein, sondern das Zusammenspiel aus Materialeigenschaften, Untergrund und gewünschtem Endergebnis.